Krebsvorsorge
 
Basisvorsorge
 
Ab dem 20. Lebensjahr können Frauen einmal jährlich zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses zu Ihrer Frauenärztin gehen. Vor jeder Untersuchung findet ein ausführliches Gespräch statt, in dem wir auf alle Ihre Fragen eingehen. Wir fragen Sie dabei beispielsweise nach Blutungsstörungen, auffälligen Ausfluss oder Schmerzen. Die anschließende Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft, es erfolgt zunächst die Betrachtung des äußerlichen Intimbereiches, dann der Scheide und des Muttermundes mit Abstrichentnahme. Im Anschluss wird die Brust gründlich inspiziert. Wir achten sowohl auf Veränderungen in Größe und Form als auch auf Veränderungen der Haut (Rötungen, Einziehungen). Dann folgt das gründliche Abtasten beider Brüste einschließlich der Lymphabflusswege.
 
Erweiterte Krebsvorsorge
 
1. Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens
Die Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens mittels einer Vaginalsonde ist die einzige Methode zur Entdeckung von Veränderungen innerhalb der Gebärmutter bzw. von Tumoren oder Cysten der Gebärmutter oder den Eierstöcken. Sie gehört heute leider nicht mehr zur Basisvorsorge der Krankenkassen
 
2. Ultraschalluntersuchung beider Brustdrüsen
Durch die strahlen- und schmerzfreie Ultraschalluntersuchung lassen sich nicht tastbare Tumore/Cysten in der Brustdrüse erkennen, besonders auch in bindegewebsdichten Brüsten, die nur sehr schwer und ungenau abzutasten sind. Diese Untersuchung wird in höherem Lebensalter immer wichtiger, da das Brustkrebsrisiko mit jedem Jahr kontinuierlich ansteigt.
 
3. Dünnschichtzytologie (einmal jährlich)
Mit der Dünnschichtzytologie wird der Krebsabstrich entscheidend verbessert. Die Zellen werden mit einem speziellen „Bürstchen“ vom Gebärmutterhals abgestrichen und in ein Gefäß mit Konservierungsflüssigkeit gespült. Im Labor wird mit Hilfe einer Spezialpräparation ein reines, klares Zellbild geschaffen, das optimale Voraussetzungen für die Beurteilung durch den Zytologen bietet.
 
4. Immunologischer Stuhltest
Bei Frauen und Männern gehört das Dickdarmkarzinom zu den häufigsten Krebserkrankungen, die, im Frühstadium erkannt, zu 90 % heilbar sind. Der immunologische Stuhltest weist durch eine andere Nachweismethode auch allergeringste Mengen von menschlichem Blut im Stuhl nach und ist damit dem herkömmlichen Test deutlich überlegen. Er ist zudem einfacher durchzuführen (lediglich eine Stuhlprobe).
 
5. Blasenkrebsfrüherkennung
Ein Blasenkrebserkrankung wird bei Frauen oft erst sehr spät festgestellt, da über lange Zeit keine Symptome auftreten (z. B. Blutspuren im Urin, Harndrang). Mit dem NMP22-Test lassen sich Eiweißstoffe aus dem Zellkern nachweisen. Werden diese Stoffe in einer frischen Urinprobe entdeckt, sollte eine weitere Abklärung beim Urologen erfolgen.
 
3. HPV-Test

Der Human Papilloma Virus (HPV) ist wesentlich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Das Virus wird ausschließlich sexuell übertragen. Verschiedene Virengruppen sind entweder für das Auftreten von sog. Genitalwarzen (Condylomata acuminata) oder eben für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.

 
 
 
 
 
 
 
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